Dogs of War (Retronauten)
Es gibt Spiele, die machen zu zweit einfach mehr Spaß!
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Na gut, eigentlich machen alle Spiele mehr Spaß, wenn man einen Freund, Bruder, nahen Verwandten oder auch trainierte Affen als Gefährte gegen Horden von Gegnern hat.
Was mich betrifft, gefiel mir früher von allen Co-op Spielen “Dogs of War” am Besten. Ich gebe zu, wir hatten es eigentlich nie ohne Cheats gespielt. Aber wo bleibt der Spaß, wenn man mit einer kleinen Pistole oder Uzi auf schwer bewaffnete Kommunistennazis ballert?!
Mit genügend Geld kauft man sich bei dem Waffenhändler seines Vertrauens einfach mal eine Minigun und mäht sich durch die Pixel. Wo wir beim Knackpunkt des Spieles sind. Waffen, VIELE WAFFEN. Dogs of War hatte 19 verschiedene. Von Granaten, Raketenwerfer bis zu einer kleinen Pistole war alles vertreten.
Die Levels waren zwar etwas anspruchsloser.. im Sinne von: “Wir gehen einmal nach Norden, dann nach Westen und wieder nach Norden” aber trotzdem war es ein Heidenspaß.
Und um alle Killerspielfanatiker zu beruhigen: Ich habe selbst nach 200 Stunden Dogs of War noch keine weiteren bleibenden Schäden davon getragen, ausser, dass ich weiß, dass man zu einer M16 besser auch 5.56mm Patronen dazu kauft…
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Dann mach ich mir halt meine eigenen…
… Sonntagslinks. Da Herr Kaliban anscheinend noch immer krankheisbedingt keine Links zur Verfügung stellt, muss ich mir meine wöchentliche Dosis Sonntagslinks selbst zusammenstellen, um nicht irgendwann als mentales Wrack zu enden. Die Liste wurde von mir selbst erstellt und meinen persönlichen Bedürfnissen angepasst. Deshalb könnte es sein, dass sie auch nur mir gefallen.
Video(s): Spoony sieht sich die Ultima Serie mal ein bischen genauer an.
Video: Meeiiiiiii, ist der putzig.
Video: Die Zukunft der Ego Shooter.
Video: “This Jean, is the Internet” nicht nur für IT Crowd Fans lustig (finde ich).
Bild: Ich hab ja 5 Sekunden gebraucht, bis ich es verstanden hatte.
Site: Niggemeiers neuer Live Blog über den Grand Prix Song Contest 2011.
Site: Guttenbergs persönliches Plagiatswiki… Wers braucht.
Site: RedLetterMedia hat da mal alle drei Star Wars – Prequels reviewed. Sehr empfehlenswert sind auch die Star Trek Film Reviews.
Grafik: Beim neu eröffneten Computerspielmuseum gibts eine nette Timeline für Computerspiele.
Ding: Der Han-Solo-Tisch. Perfekt fürs Büro.
Game: Ja, war schon in den Sonntagslinks, aber das sollte wirklich jeder mal anspielen K.O.L.M.
Und da heute schon Montag ist, muss ich mir meine Montagsmusik auch selbst raussuchen. *seufzt*
Heute mal Muse mit Undisclose Desire.
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Die 10 Regeln des Supermarktes
1. Zettel, auf denen steht was man braucht, sind stehts unleserlich.
2. Die guten Tomaten sind just mit dem Betreten des Supermarktes ausverkauft.
3. Deine Lieblingsgetränke auch..
4. Es ist egal an welche Schlange man sich stellt. Es ist immer die falsche und es dauert, relativ zu den anderen, immer am längsten.
5. Auch die, bei der nur eine Person steht.
6. Neue Kassen werden nur aufgemacht, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
- Die eine offene Kasse hat eine Schlange, deren Ausmaße kleinere Flugzeuge annehmen
- Es am vorherigen Tag Vollmond war
- Der Supermarktleiter Geburtstag hat
- Die Erde in einer Linie mit allen Planeten des Sonnensystems steht
7. Eine Zehnerpackung Klopapier lässt sich nicht in einen Rucksack pressen.
8. Kondome brauchen stehts gefühlte 10 Minuten zum Einscannen.
9. 25 kg schwere Fernseher dagegen eine Sekunde.
10. Der früheste Zeitpunkt zu bemerken, dass man vergessen hat Kartoffeln zu kaufen, ist daheim beim Kartoffelschälen.
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Neulich bei der Notes Installation
Ich muss zugeben, dass meine Festplatte zu dem Zeitpunkt schon etwas voller war.
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WTF George?
Ich sah mir gerade Star Trek Episode 3×02 an, da bemerkte ich etwas seltsames. Irgendwo hat man den Blecheimer doch wo anders verwendet, oder?

Kommt einem schon bekannt vor, gell George?

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2012 – Doomsday
Ok, ich bin zwar schon ein Filmfan, aber hey, ich kenn nicht jeden Schmarrn der so in die Kinos kommt. So z.B. auch mit 2012. Ich sah ein paar Filmausschnitte, aber da der Film von Roland “Independence Day – No Story just Effects” Emmerich stammte, wollte ich ihn gar nicht erst sehen. Aber was will man machen. Imdb gab dem ganzen Spektakel eine 6.0 also wie erwartet, nichts Besonderes.
Nun gibt es aber ein paar Filmemacher, die alleine Filme “machen” um arme DVD Ausleiher zu foppen. Wie mich zum Beispiel. Ich holte mir also den Film 2012 aus der Videothek. Ich hab nicht richtig darauf geachtet was ich mir da geholt habe, da ich noch aus einer Generation komme, in der man auch immer bekommt was man verlangt. Wenn ich Zigaretten hole, dann will ich den Krebs auch mitkaufen, das ganze Paket halt.
Ich schob die DVD also in meinen Laptop und war zuerst mal ein bischen überrascht, dass ich den Namen Roland fucking Emmerich nirgends entdeckte. Ist der Film wirklich von ihm gewesen, erlag ich nur einem Hirnstau vom vielen Bier, ist das der richtige Film und warum heisst der Streifen “2012 – DOOMSDAY”?? Egal, weitergeschaut. Ein paar Effekte später, die ich wahrscheinlich selbst mit Adobe Aftereffects hinbekommen hätte, kam ich zu dem Schluß, dass dieser Film irgendwie scheisse ist. Also nicht nurn bischen, sondern so richtig. Die Schauspieler spielten auch irgendwie komisch und wo ist eigentlich John Cusack, ich kenn die ganzen Amateure nicht die da im Bildschirm herumhüpfen. Gebt mir bitte mal jemanden Bekannten!
Der Film beginnt auf einer Insel mit einem aktiven Vulkan. Ein Team von Forschern haben da irgendeine Majakulturstätte ausgegraben. Der Hauptforschungsleiter Mr. Istmiregal (ok, er hieß Dr. Richards) erwartet seinen Geldgeber, der “zufälligerweise” seine EX-FRAU mitgebracht hat. Sie steigen in den AKTIVEN Vulkan und holen irgendwas raus. Keine Ahnung was, denn sie erklären es zu keinem Punkt bis dahin. Die Kamera wackelt ein bischen, was selbst bei Star Trek realistischer gewirkt hat, und sie rennen wieder raus mit den Worten: “Hey, ich glaube der Vulkan bricht aus!!” OH WIRKLICH???? Ich mein, dass RAUCHWOLKEN aus einem Berg ein untrügsames Zeichen dafür sind, dass das Scheiss Ding noch aktiv ist und man vielleicht ein paar Kilometer davon Abstand halten sollte. Am Besten noch ähm – GARNICHT AUF DIE INSEL FLIEGEN?? Erst 5 Minuten im Film und ich fühle mich so verarscht, als ob ich Geld bezahlt hätte um Sex mit einem Affen zu haben – einem männlichen Affen..
Es fliegen ein paar offensichtlich sehr leichte, aber große, Steine in der Gegend herum, die einen armen Schwarzen unter sich begraben. Den nicht vorhandenen Emotionen der Schauspieler zu urteilen, war der aber eh nicht so wichtig, oder vielleicht haben sie das Skript gelesen und wussten, dass das passiert. Der Schwarze stirbt ja immer als erstes.
Die nächste Szene: Eine knapp bekleidete Frau rennt in Afrika über eine Brücke in ein kleines Dorf um Medikamente für ein 15 km entferntes anderes Dorf zu holen. Ok, wollt ihr mir sagen, dass die die ganze Strecke gerannt ist? Sie trifft auf einem zufälligen Mann der zwar nicht weiss, wo der nächste Arzt ist, aber er kommt mal mit ihr mit und sie willigt ein. HÄ?! Ja klar, wisst ihr, wenn ich mal in ner Disco ein Mädchen sage, dass ich mal mit ihr mitkomme, werde ich von Polizisten abgeführt, aber in Afrika geht das anscheinend. Vielleicht sollte ich mein Heimatland ändern. Ich hielt die DVD Box ein bischen schräg und sah nach, ob vielleicht ein bischen Realität raustropft, aber nö, nur Bullshit.
Eine halbe Stunde im Film wurde mir von dem ganzen dümmlichen Schnitten übel und ich hatte das Bedürfnis irgendwem weh zu tun. Der ganze Streifen könnte mit einer Handykamera gefilmt worden sein und man würde keinen Unterschied merken. Ich sage es nicht gern, aber ein Uwe Boll Film ist ein Meisterwerk zu diesem Teufelszeug. Sollte Beelzebub jemals vorhaben die Welt zu erobern, dann müsste er nur 20 Minuten lang diesen Film über die Kanäle schicken um sicher zu stellen, dass das Gehirn der Menschen aus den Ohren tropft und sie jede noch so wilde Idee verehren. Wenn ich so darüber nachdenke, George Orwell hat es vorausgesehen und 1984 begann wahrscheinlich mit einem Film wie diesem.
Falls mich wer sucht, ich vergewaltige jetzt meinen Plüschaffen, aber das ist ok…. er ist schon 18.
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In der U-Bahn
In U-Bahnen ist die Stimmung meistens wirklich recht unterirdisch. Die zwei wichtigsten Regeln muss man auch nicht aussprechen. Es ergibt sich von selbst, wenn man einsteigt und in die ausdrucklosen Gesichter der Mitfahrenden sieht: Hinsetzen und Fresse halten.
Es gibt kaum jemanden, der sich nicht daran hält. Die meisten stieren aus dem Fenster, als ob man über grüne Wiesen und nicht durch einen gräulichen Tunnel fährt. Diejenigen, die das Pech haben und in der Mitte sitzen, müssen sich mit ihren Schuhen, Hosen oder störende Fussel beschäftigen. Jetzt nur nicht in das Gesicht des Gegenüber schauen. Es macht sich ein erdrückendes Gefühl breit, dass man einen 3. Weltkrieg nur durch einen Blickkontakt heraufbeschwört. Jeder ist in seiner kleinen Kugel der Privatsphäre gefangen.
Umso grösser war mein Erstaunen, dass trotz vieler freien Plätzen sich jemand neben mich setzte. Ich versuchte standhaft so unintressiert wie nur irgendmöglich zu wirken und suchte ein überaus faszinierendes Stück Wand, das ich anstarren konnte. Auch das ständige Schnupfen der Person wurde aus meiner schönen kleinen grauen Welt vollständig absorbiert und ging irgendwo in einer dichten Wolken Egozentrik unter. Das einzige was man auf einer Solo Zugfahrt hören will, sind die Türen und die Ansagen. Alles was darüber hinausgeht ist nur störendes Rauschen, welches man problemlos mit einem toten Radiosender vergleichen könnte.
Deshalb kommt es wahrscheinlich auch nicht so häufig vor, dass man an die Schulter getippt wird. Moment. Das war ja meine. Ich drehte mich um und zum Glück hatte ich dank jahrelangen Fensterkucken meine Mimik unter Kontrolle, ansonsten hätte ich die unglaublich hübsche Frau neben mir ungefähr so angesehen: :-O
Als ich gerade in ihren grossen braunen Augen versank, hatte ich die graue Wand so ziemlich weitgehend verdrängt und beschäftigte mich mit Fragen wie meine Haare aussehen, ob meine Kleidung nicht doch eine Spur zu unsymetrisch wirkt, ob ich mich doch noch rasieren hätte sollen, oder der drei-Tage-Bart so wirklich ok ist und noch ein paar weiteren Dingen, die aber zu privat sind um sie wörtlich wiederzugeben. In einem Filmstreifen meiner Gedanken fragte ich sie nach einem gemeinsamen Frühstück und sah uns gemeinsam ein Crossoint essen. Irgendwie denkt man halt bei sowas immer an Frankreich.
Da bewegten sich ihre Lippen und nur jemand, der schon mal eine ernstzunehmende Antwort von Gott oder Jesus empfangen hatte kann mein Gefühl der innerlichen Spannung nachvollziehen. Jetzt gut aufpassen und kein einziges Wort entgehen lassen. Bereite dich auf eine Antwort vor, eine Antwort die die Grenzen der Vorstellungskraft sprengt, eine Antwort voller Witz, Geistesreichtum und Charme, die Ephrian Kishon gerecht werden würde. Zeig ihr, dass du mehr bist, mehr als nur ein Typ in einer schlecht sitzenden Hose und seltsamen Turnschuhen. Als ich meine Nervösität runterschluckte kam dieses Gespräch zustande:
Sie: “Hätten sie ein Taschentuch?”
Ich verneinte und stieg zwei Stationen früher aus als geplant.
Machen Frauen sowas eigentlich auch mit?
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An der Supermarktkasse
Ich habe das Gefühl, dass ich immer mehr zum Zentrum des Chaos werde und das hat nicht nur mit meiner absonderlich ausgeprägten Egozentrik zu tun. Ihr wollt ein Beispiel? Na gut.
Ich war während meiner Mittagspause im Supermarkt einkaufen und hatte in ca. 20 Minuten einen Termin für eine Telefonkonferenz. Der Supermarkt liegt nur einen Steinwurf von meiner Arbeit entfernt und wenn man dann die Warteschlange vor der Kasse mitberücksichtigt, kommt man auf vielleicht geschätzte 10 Minuten bevor man sich wieder auf den Rückweg begibt. Ich stehe also als letztes in einer kurzen Schlange von 4 Menschen und warte darauf, dass die alte Frau an erster Stelle ihr Warenlager für die nächsten zwanzig Jahre verzweifelt aufs Band befördert. Da ich von hausaus ein sehr geduldiger Mensch bin, sehe ich ihr auch noch gelassen dabei zu, wie sie die nächsten fünf Minuten meines Lebens damit verbringt, ihre Geldbörse aus einer Tasche zu fischen, in der ich mich hätte mühelos häuslich einrichten können. Als sie es dann geschafft hatte und auf die Anzeige der Kasse sah, kamen die Worte, die mich Nachts oft stundenlang wachhalten: “Wartens, i habs passend.”. Während sie also damit beschäftigt war Kleingeld aus ihrem Portemonnaie zu kruschen, überlegte ich mir, ob ich die Zeit nicht vielleicht nutzen sollte um eine neue Fremdsprache zu erlernen. Peinlich genau zog sie Cent für Cent heraus, besah die Geldstücke von vorn und hinten, fragte den pickligen Azubi hinter der Kasse, ob das wohl wirklich ein 1 Cent Stück ist, sah ihn sich nochmal an, erzählte eine Anekdote, wie sie ihn sich verdient hatte, wieviel Pfund Brot sie damals für die Hälfte von dem bekommen hätte und legte ihn fein säuberlich vor ihn hin. Ich riskierte einen Blick auf die Kasse: Der Betrag endete auf einer “9″. Daraufhin holte ich mein Handy aus der Tasche, verabschiedete mich von meinem Weib und Kind und sagte meinem Hintermann, dass, falls ich es nicht schaffe, er mich einfach zurücklassen soll.
Aber meine Rettung kam in Form eines weiteren Kassierers, der glücklicherweise neben uns eine neue Kasse eröffnete. Die gesamte Schlange verschob sich daraufhin in einem Rutsch zu dieser. Ich war an dritter Stelle und vor mir, Gott sei Dank, nur zwei Studenten. Als der Kassierer dabei war die Sachen ein zu scannen, erinnerte sich aber der Student, dass er noch was vergessen hatte und lief zurück in den Supermarkt. An dieser Stelle gab ich auf und beschloss, mir mein Essen künftig selbst zu erlegen.
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Der Morgenmuffelhulk
Morgens. Mein Wecker versucht mich schon zum dritten mal dazu zu bewegen, mein Bett zu verlassen, erfolglos. Mit gewohnten knurren drehe ich mich auf die andere Seite und schlafe wieder weg, nur um gefühlte 2 Sekunden aber realistischen 25 Minuten später mit Entsetzen festzustellen, dass die Zeit den Bus zu erreichen schon ins Negative gerutscht war. Mein Gehirn schaltete um auf Fluchtreaktion, spring aus dem Bett, packe im vorbeilaufen Klamotten verschiedener Sorten vom Kleiderständer ein und eile ins Bad. Während ich mir gerade meine Zähne bürste, eine Socke anzog und nebenbei mein Gesicht unter den Wasserhahn hielt, fiel mir auf, dass ich die Unterwäsche vergessen hatte. Also mit tropfendem Gesicht und der Zahnbürste im Mund zurück in mein Zimmer, schnell die Erstbeste Unterhose erlegt, angezogen, retour ins Bad, Gesicht abgetrocknet und mich fast mit der Zahnbürste erstochen, die immer noch in meinem Mund war.
Fertig angezogen stürme ich aus der Wohnung sowie dem Mietshaus und wäre wahrscheinlich über den Horizont gerannt, wenn meine Schuhe ein Winterprofil gehabt hätten und ich nicht an der erstbesten Eisscholle auf die Fresse geflogen wäre. Nichts passiert, wieder aufgerappelt und weiter zum Bus. Ich riskierte einen Blick auf meine Uhr und sehe, dass ich für die 10km zur Arbeit noch fast 3 Minuten habe. Könnte ein bischen knapper als sonst werden. Mein nächstbester Bus kam zum Glück pünktlich 4 Minuten zu spät und ich stieg schnaufend und prustend ein. Das Gute daran: Wenn ich mal zu spät zum Bus komme, sind wenigstens keine 2000 zusammengedrängte nervige Kiddies darin. Das Schlechte: Sie sind alle ausnahmelos durch alte Menschen ersetzt. Also entweder man wird erdrückt und durch Geschrei fast in den Wahnsinn getrieben oder aber man erstinkt in den neuesten Mode(r)duft von den hippen 1920er Jahrgängen. Natürlich darf man da nix sagen, man ist ja Tolerant. Aber ich schweife ab.
Der Bus hält an, die U-Bahn in greifbarer Nähe, aber vor mir ein Rudel Opas und Omas und jeder Überholversuch wird von einer Schaar Gehstöcken im Keim erstickt. Mir bleibt nichts anderes übrig, als mich dem schleichenden Gehtempo anzupassen. Natürlich darf man keinen umrempeln, was aber eher kosmetische Gründe hat. Als ich dann unten in der U-Bahn stehe, sehe ich gerade noch deren hämisch grinsenden Rücklichter. Während ich gerade meinen Hass auf die Menschheit, das Universum und dem öffentlichen Nahverkehr unterdrückte, kam auch schon der nächste Transit.
An der Schwanthalerhöhe angekommen, spurte ich die Treppe hinauf und gönnte mir einen Blick auf die Uhr. Super, noch fünf Minuten, bevor ich eine halbe Stunde zu spät komme. Im Schweinsgalopp rauf die nächste Treppe und ab zur Arbeitsstelle um festzustellen, dass es Sonntag ist. Innerhalb von Millisekunden wurde ich zum Hulk. Meine Haut verfärbte sich grün ich erschlug fünf Autos, zwei Busse und zerbrach drei Gehstöcke, bevor die Polizei mich zum Stillstand zwang und wegsperrte.
Und das ist der Grund, warum ich Dienstag nicht zum Fasching nach Abensberg kommen kann. Sorry Leute…
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Honey – A movie rant #2
Bevor ich jetzt weiter über den Film herziehe, möchte ich nur kurz sagen: Ich habe nichts gegen Jessica Alba. Aber ich sehe sie halt lieber, wenn sie halbnackt in Bars herumtanzt und zusammen mit Bruce Willis gelben Leuten die Eier abreisst.
Aber zurück zu Honey. Ihre Mutter sieht ihr beim tanzen zu und anhand ihres drei Tage Regenwettergesicht sieht man schon, dass diese mit ihrer Berufswahl so gar nicht einverstanden ist. Zum Glück ist es ihrem Vater relativ egal was sie macht, Hauptsache, sie ist glücklich dabei. Oh grossartig. Willkommen im
Klischee #4: Eltern sind immer unterschiedlicher Auffassung mit dem was für ihre Kindern gut ist, denn sonst wäre der Film ja unrealistisch.
Aber keine Zeit für Sentimentalitäten, denn Honey hat einen Termin fürs Vortanzen. Leider kommt sie zu spät und wird von dem mies gelaunten und arroganten Türsteher wieder weitergescheucht, da um diese Zeit die Profis dran sind. Das muss wohl irgendwer vergessen haben in die Anzeige zu schreiben.
Klischee #5: Eigene Anstrengungen ins Showbiz zu kommen klappen bei den Protagonisten nie. Man muss schon den normalen Karriereweg gehen also entweder entdeckt, verkauft oder entführt werden.
Was zum Glück nicht lange auf sich warten lässt, denn Regisseur Michael Ellis gespielt von David Moscow, der anscheinend einen lebenslänglichen Vertrag für schleimige Rollen unterschrieben hat, sieht sie auf dem Video, dass von dem Boyscout in der Disco gedreht wurde. Also Mädels, immer schön in die Kamera lächeln, könnte sein, dass der Punk vor euch ein Showtalent sucht. So beginnt also der vermeintliche Hauptplot seinen Terror zu verbreiten.
Am nächsten Discoabend sucht Michael Honey auf und entdeckt sie auch gleich an der Bar. Er sagt ihr, dass sie für ihn tanzen soll. Das klingt nicht nur lächerlich, er bringt es auch so unglaublich souverän rüber, dass Honey dankend ablehnt. Aber Mr. Regisseur lässt nicht locker und läuft ihr hinterher. Natürlich darf hier ein cooler Spruch von Honey nicht fehlen, wie: “Jeder Typ ist Regisseur, wenn er eine Nummer schieben will.” Gut, da muss ich ihr zustimmen. Die meisten Frauen bekommen sowas ohne Anleitung auch nicht ordentlich zustande. Er stellt aber letztendlich die Sache klar und sich selbst als Michael vor. Natürlich gibt es nur einen Michael in der ganzen Stadt, weshalb Gina sofort einwirft: “Michael Ellis?!” Sie vereinbaren, dass sie sich bei ihm meldet, wenn sie Interesse daran hat vorzutanzen.
Klischee #6: Jeder Protagonist verwechselt den vermeintlichen Traum-Wahr-Macher zuerst mit einem Penner.
Teil 3 gibt es voraussichtlich am Montag.
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